Gesamte Strecke: 257 km
Von Ollantaytambo zu den Salzterrassen von Maras
Wir verlassen Ollantaytambo auf der 28B in östliche Richtung, fahren also das Valle Sagrado de los Incas wieder zurück bis Urubamba.
Von dort zweigt eine steile, aber geteerte Straße nach Maras auf 3.352 m ab. Nach einigen Kilometern über die Hochebene kommt die Abzweigung zur Schotterpiste zu den Salzterrassen von Maras.
Bevor es talwärts zu den Terrassen geht, dürfen wir die Eintrittskarte lösen. Dann geht es abwärts.
Von einigen Haltebuchten aus hat man schon einmal einen Blick von oben auf den weißen Flickenteppich aus Salz. Jede der 3.000 Salzpfannen, die sich an den Hang schmiegen, gehört dabei einer Familie.
Etwa hundert Meter vor der Einfahrt zum Parkplatz hat sich bereits eine lange Auto- und Busschlange gebildet. Nach einer Stunde Fahrt und 36 gefahrenen Kilometern geht kurz vor Erreichen des Etappenzieles nichts mehr.
Knut bleibt im Auto und ich gehe zu Fuß weiter. Allerdings gehe ich auch nicht ganz nach unten, um über die Ränder der Becken zu turnen. Der Blick von oben reicht mir völlig. Knut wartet ja im Auto und wir müssen auch weiter.
Von den Salzterrassen von Maras zu den Terrassenfeldern von Moray
Also alles wieder zurück bis zur Abzweigung zur Teerstraße. Statt links biegen wir nach rechts ab und fahren die gut 7 km Teerstraße und später Schotterpiste bis zu den Terrassenfeldern von Moray.
Wie ein Amphitheater auf 3.500 m liegen die Terrassenfelder zu Füßen des Wayñunmarka. Mittels eines Kanalsystems sorgte eine wasserführende Schicht des Berges für die Bewässerung der Anlage. Zu Inkazeiten diente die Anlage vermutlich als landwirtschaftliches Versuchszentrum, um das Pflanzenwachstum im Mikroklima der einzelnen Terrassen zu untersuchen.
Wir erleben die Terrassenfelder in hellbraun statt sattgrün. Ob es am Ende der Trockenzeit liegt oder an der Umleitung des Wassers nach Maras?
Von Moray nach Arita
Von Moray versuchen wir, auf kürzestem Weg auf die 3S nach Abancay zu kommen. Das gestaltet sich aber gar nicht so einfach und so fahren wir kreuz und quer über Land. Zwischendurch verliert Google Maps völlig die Orientierung und wir biegen rein gefühlsmäßig rechts und links ab bis wir wieder auf einer bekannten Straße landen. Doch nicht genug. Bei der nächsten Möglichkeit sollen wir rechts abbiegen. Das tun wir und fahren auf Schotterpiste an Gemüsefeldern und der Laguna Huaypo vorbei. Leider ist dann im nächsten Dorf die Durchfahrt wegen Bauarbeiten gesperrt und so dürfen wir noch einmal über Stock und Stein auf unbekannten Pisten durch die Anden rumpeln. Ich bin echt froh, als wir nach fast einer Stunde in Arita auf die 3S nach Abancay einbiegen.
Von Arita nach Abancay
So fahren wir wieder einmal auf und ab so vor uns hin.
Bei einer Rauchpause haben wir einen schönen Blick auf interessante Bergformationen und den Fluss im Tal.
Wir albern herum und amüsieren uns über die Posing-Praxis der Peruaner. Das Ergebnis sieht so aus:
Es geht weiter nach oben und die letzte Passhöhe verschwindet dann auch im Nebel.
Dann geht es noch einmal abwärts. Wir befinden uns im Landeanflug auf Abancay auf 2.377 m, das wir nach 213 km am späten Nachmittag erreichen.
In Abancay
Steile und enge Straßen zweigen von der 3S ab, aber wir müssen glücklicherweise nur ein paar moderate bis zu unserem Hotel bezwingen.
Leider sind alle Parkplätze in der Hotelgarage belegt und so müssen wir im peruanischen Sadtverkehr noch einmal zwei Blocks bis zu einer öffentlichen und bewachten Parkgarage fahren.
Die Stadt selbst hat nicht viel zu bieten, aber der Vollmond über den Andengipfeln war ein Foto wert.