Über uns

Kerstin:
Nach dem Studium war ich schon einmal für ein knappes halbes Jahr allein mit meinem Rucksack in Neuseeland unterwegs. Das war die beste Zeit meines Lebens, von deren Erinnerungen ich jahrzehntelang zehrte.
Zurück in Deutschland war aber dann erst einmal Karriere angesagt. So vergingen die Jahre. Und immer schwirrte mir im Hinterkopf herum: Sowas wie Neuseeland würde ich gerne nochmal machen, gerne auch länger.

Knut:
Während meiner Weiterbildung zum Orthopädie-Techniker-Meister entstand in mir der Wunsch, auch einmal im Ausland, z.B. in der Entwicklungshilfe, zu arbeiten. Aber immer kam etwas Anderes dazwischen und der Wunsch verschwand in der Versenkung.
Nach Jahren beruflicher Tätigkeit, stellte ich mir die Frage: War es das schon?
Als ich Kerstin traf und sie sich die selbe Frage stellte, wurden alle diese längst vergessenen Wünsche und Sehnsüchte wieder lebendig.
Zu zweit schien die Realisierung in greifbare Nähe zu rücken. Doch zunächst blieb es nur beim gemeinsamen Träumen.

Kerstin und Knut – aus Traum wird Wirklichkeit:
Mit jedem Urlaub in Mittelamerika wurde klarer, was wir gerne einmal machen würden bevor wir in die Kiste springen: Mit dem Auto auf und/oder neben der Panamericana durch Südamerika reisen!

Im letzten Jahr war es dann so weit: Die Entscheidung.
Wenn wir jetzt nicht bald mal unsere Sachen packen, wird das nix mehr mit dem Traum von Freiheit und Abenteuer.

Bei so einem großen Kontinent war auch schnell klar, dass wir bestimmt ein Jahr – vielleicht auch etwas mehr – veranschlagen wollen.

Also ran an die Planung: Reise organisieren. Haus verkaufen. Es reist sich besser mit leichtem Gepäck.

Als Reisetermin war ursprünglich mal März/April geplant. Letzten Endes wurde es dann aber Anfang Juni bis alles organisiert, das Haus an die neuen Eigentümer übergeben, Familie und Freunde verabschiedet, das Auto auf dem Schiff und wir reisefertig waren.

KuK
Vorfreude: Aus Traum wird bald Wirklichkeit werden!

Der Dicke:
Bei der Planung kam bald die Frage auf, wie wir uns ein Jahr lang fortbewegen werden. Sollen wir in jedem Land ein Auto mieten? Oder lohnt sich für diesen langen Zeitraum eher der Kauf eines Fahrzeugs in Südamerika? Aber wo? Chile und Argentinien – bisher wohl die klassischen Länder dafür – kamen aufgrund von gesetzlichen Änderungen nicht mehr in Frage. Und würden wir dann auch gerade, wenn wir ein Fahrzeug brauchen, auch ein passendes finden? Und wäre das dann auch was „G’scheits“ oder irgendeine aufgehübschte Rostlaube? Da wir beide nicht besonders viel Ahnung von Autos haben, trauten wir uns nicht so richtig an den Kauf vor Ort ran.
Also dann vielleicht ein älteres, robustes, geländegängiges Fahrzeug in Deutschland kaufen und nach Südamerika verschiffen?
Durch Zufall stießen wir auf einen 10 Jahre alten Nissan Patrol aus ehemaligen Bundeswehrbeständen, der schon über eine Liegefläche im Fonds und ein Dachzelt verfügt und keine 30 km von unserem Wohnsitz zum Verkauf angeboten wurde. Zum Jahreswechsel 2018/2019 schlugen wir zu.

Nissan Patrol
Der Dicke

Im Laufe der nächsten Monate investierten wir dann noch richtig viel Zeit und Geld, um unseren Dicken so auszurüsten, dass er den, wie wir meinen, besonderen Anforderungen der südamerikanischen Straßen noch besser gewachsen sein wird.

Und die (RoRo-)Verschiffung nach Südamerika musste ja dann auch noch organisiert werden! Mit Sea Bridge haben wir da auch eine ganz kompetente und erfahrene Agentur gefunden, die sich auf die Verschiffung von Campern spezialisiert hat.
Aufgrund der etwas einfacheren Einfuhrbestimmungen in Uruguay entschieden wir uns für den Zielhafen Montevideo.

Ganz so einfach sollte es dann aber doch nicht werden: Einige Wochen vor der Verschiffung verschärfte die Reederei ihre Bestimmungen, sodass wir auf die Schnelle noch eine große Alubox anfertigen lassen mussten, weil von der Stange keine gepasst hätte.

Ach ja und im Frühjahr fiel es dem Kraftfahrtbundesamt noch ein, dass ein Sensor für den Beifahrerairbag getauscht werden muss. Andernfalls würde im Mai das Auto stillgelegt werden. Nur blöd, dass die Nissan-Händler in unserer Nähe den Sensor nicht auf Lager hatten und er auch nicht vor Ende Mail geliefert werden sollte. Zum Glück konnten wir den Austausch dann doch noch rechtzeitig über den Kfz-Meisterbetrieb organisieren, der uns schon mit Rat und Tat bei der Aufrüstung des Dicken zur Seite stand und alle notwendigen Arbeiten absolut zuverlässig und mit richtig viel Ethusiasmus auch praktisch umgesetzt hat.

Und tatsächlich: Am 24. Mai 2019 gaben wir den Dicken im Hafen in Hamburg ab, um ihn Anfang Juli im 11.698 km entfernten Montevideo hoffentlich unversehrt wieder in Empfang zu nehmen.

Im Hamburger Hafen
Der Dicke steht im Hamburger Hafen zur Verladung bereit

Warum dieser Blog?

In erster Linie ist der Blog für uns selbst als elektronisches Reisetagebuch gedacht, um unsere Erlebnisse für uns selbst zu dokumentieren.

Als wir Familie und Freunde von unserem Vorhaben erzählten, glaubte uns natürlich im ersten Moment niemand, dass wir es wirklich machen würden. Dafür hatten wir in den letzten 10 Jahren schon zu oft darüber phantasiert. Spätestens als das Haus zum Verkauf angeboten wurde und wir sukzessive unseren Hausstand auflösten, wurde klar, dass es dieses Mal anders war. Und dann kam die Frage: Wie bekommen wir mit, wie es Euch geht und was Ihr erlebt? Es sprach nichts dagegen, das Reisetagebuch nicht auch für Familie und Freunde zugänglich zu machen.

Während der Vorbereitungen zu unserer Reise profitierten wir von anderen Südamerikareiseblogs. Vielleicht können wir mit unserem Blog nun anderen Interessierten Lust machen und/oder Anregungen und Tipps geben.

6 Antworten auf „Über uns“

  1. Hallo ihr zwei,

    schön zu sehen, dass der Dicke noch so viel erlebt mit euch!!
    Tolle Bilder & Berichte!

    Viel Spaß noch und viele Grüße
    Timo & Jenni aus P.

  2. Hallo Ihr zwei Weltenbummler. Habe mich schon die ganze Zeit auf die Bilder von Peru gefreut- besonders wenn man einiges wieder erkennt . Weiter so . Eure Freunde aus Stuttgart

  3. Oi! Hola! Hallo ihr beiden! Was für beeindruckende Touren und Reiseerlebnisse! Also wenn es euch nach São Paulo verschlägt auf euren Touren dann meldet euch und wir sehen uns hier 😊! Alles Gute und viele Grüße, abraços do Brasil 🇧🇷

  4. Moin,Moin,
    Es ist schön von Euch in Eurem Blog zu lesen.
    Man hat ein wenig das Gefühl mit Euch mitzureisen.
    Seid aus der Heimat gegrüßt.
    ….es hat etwas gedauert bis ich begriffen habe, das mit dem Dicken, der mit dem deutschen Nummernschild überall auffällt der Nissan gemeint ist.

    1. Hola Chrischan,
      schön von dir zu lesen.
      Aber was meintest du, was mit dem Dicken du nicht verstanden hast? 🙂

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